"Da ist ein Platz,

da haben alle Platz!"

lautet das Motto unseres Vereins.

Jeder soll sich angesprochen fühlen,

jeder ist eingeladen!

 



Eltern-Kind- und Kindergruppen im Sommer


Eltern-Kind-Zentren sind 
Energie-Tankstellen für Große und Kleine

 

Familie kann man nicht „ausprobieren“. Diese Tatsache wird allen bewusst, wenn sie Eltern oder Großeltern werden. Die Eltern-Kind-Zentren begleiten alle Familien auf dieser spannenden Reise mit ihrer Kompetenz, Lebensfreude, ganz viel Wissensvermittlung und einer großen Portion Herz. „Da ist ein Platz, da haben alle Platz“ lautet das Motto des EKiZ Voitsberg.

Man kann das Elternsein nicht ausprobieren, man springt kopfüber hinein in das Abenteuer Familie und hofft, dass sich alles gut entwickeln wird. Aber ist das nicht seltsam: Keine andere große und verantwortungsvolle Aufgabe packt man dermaßen unvorbereitet an. Das war schon immer so? Ja, aber früher gab es Großfamilienverbände und kinderreiche Familien, in denen sich die älteren Geschwister in einer hegenden und pflegenden Rolle ausprobieren konnten. Moderne Familien- und Beziehungsstrukturen sind anders, Ein-Kind-Familien brauchen den Kontakt zu anderen Familien. Mütter und Väter wollen sich vernetzen, austauschen und ihren Erfahrungsschatz erweitern. Themen wie Kinderbetreuung, Herausforderungen im Erziehungsalltag, Krankheiten, finanzielle Sorgen und Unterstützungsmöglichkeiten, sind nur einige Themen, welche bei den gemütlichen Treffen in den Eltern-Kind Zentren besprochen werden.

 

„Vor der Geburt des ersten Kindes befinden sich Eltern meist im Berufsleben, haben soziale Kontakte und ein gutes Netzwerk. Nach der Geburt fällt diese soziale Eingebundenheit oft weg. Häufig fühlen sich junge Eltern einsam und isoliert. Stimmungsschwankungen, depressive Phasen oder Ängste sind oft die Folge. Man weiß, dass bei Frauen das Risiko einer Depression um den Zeitpunkt der Geburt hoch ist, da es nicht nur hormonell, sondern auch sozial zu Veränderungen kommt. Eltern-Kind Zentren bietet Eltern von Anfang an ein gutes Auffangnetz. Neben fachlichen Informationen, haben Eltern die Möglichkeit in einer gemütlichen, liebevollen Atmosphäre neue Kontakte zu knüpfen und ein Stück Geborgenheit zu finden. Dieses Angebot muss auch für unser Gesundheitssystem mehr an Bedeutung gewinnen und sollte stärker durch die öffentliche Hand gefördert werden.“ sagt Mag. Barbara Kahr, Familienpsychologin und Obfrau des EKIZ Voitsberg.


Ob es nun ein Geburtsvorbereitungskurs ist, eine Spielgruppe, in der Kleinkinder erste Freundschaften schließen und sanft auf die Kindergartenzeit vorbereitet werden oder auch ein Elternbildungsvortrag über die hormonelle Berg-und-Talfahrt in der Pubertät: Eltern werden in den Eltern-Kind-Zentren in ihrer Rolle gestärkt. „In Eltern-Kind-Zentren können Eltern auf eine sehr konstruktive Art Zuspruch und Unterstützung erfahren“, weiß auch der deutsche Familienberater Jan-Uwe Rogge, der seit vielen Jahren zu Vorträgen und Seminaren in die Steiermark reist. „Die Politik kann nicht nur vom Wert der Familie reden, sie muss diese Institutionen unterstützen, die für Familien und Kinder da sind. Jeder Euro, der hier eingespart wird, ist auch ein Euro, der gegen die Familien geht.“

Kinderfreundlichkeit ist mehr als Kinderbetreuung. Es bedeutet, die Eltern in ihrer Erziehungskompetenz zu stärken, einen Platz zu schaffen für Eltern, an dem sie sich austauschen und auf kompetente Partner treffen, die bei offenen Fragen – und die gibt es immer wieder in einem Leben mit Kindern! – Antworten haben. Diese Aufgabe übernehmen die Eltern-Kind-Zentren und helfen damit der Gesellschaft, spätere Hilfsdienste einzusparen.

Kinder gehen uns alle an – auch, oder vor allem die Öffentlichkeit.

 

Denn unsere Kinder gestalten unsere Zukunft.


Vortrag mit Prof. Joachim Bauer in Hitzendorf am 10. Oktober 2018